Da haben wohl einige heimlich trainiert
Hinter vorgehaltener Hand wird in Kreisen des UHC Wolhusens gesagt, dass dieser eine Titel eigentlich der Wichtigste überhaupt ist. Die Rede ist natürlich vom Titelgewinn bei der Minigolf Trophy. Die traditionsreiche, prestigeträchtige und unglaublich hochstehende Veranstaltung ist seit nunmehr 16 Jahren fester Bestandteil im Sommerprogramm der Herren des UHC Wolhusens. Auch in diesem Jahr trafen sich 10 wackere, gutaussehende Herren zur Schlacht aller Schlachten auf der Minigolfanlage Schlossfeld in Willisau. Erfreulicherweise stellten sich wieder einige tapfere Jungs der Herausforderung. Mit Manuel Krummenacher und Timo Furrer standen auch zwei überraschende Necommer auf der Matte. Sehr erfreut nahm Gründer und Urvater der Trophy Minu dies zur Kenntnis. Die beiden Jungspunde lieferten sich neben dem eigentlichen Wettkampf noch ein privates Duell. So viel sei verraten: Am Ende musste Timo seinen Kumpel Manuel während des Open Airs in Zofingen mit «Ach du wunderbarer, einzigartiger Minigolf-Held» ansprechen. Diese kleine Episode zeigt: Die Minigolf Trophy schlägt immer hohe Wellen und es gibt danach immer etwas zu erzählen.
In diesem Jahr konnte man feststellen, dass das Niveau nochmals gestiegen war und es liegt die Vermutung nahe, dass da einige Teilnehmer wohl heimlich geübt haben – nicht nur Cyrill, welcher dies offen zugab. Doch die Konkurrenz hiess nicht Tony oder Monika, nein: Mit dem zweimaligen Gewinner Bucher, welcher die letzten beiden Jahre dominierte, dem Minigolf-Papst und Rekordsieger Minu sowie den Geheimfavoriten und ewigen Talenten Duss, Peter und Meyer standen zahlreiche Top-Shots Stalder gegenüber. Und dass da dann auch noch der Newcommer Krummenacher beinahe zum Spielverderber wurde, brachte zusätzliche Würze ins Spiel.
Traum-Start für Bucher
So nahm man dann nach einem gemütlichen Apéro die 18 Bahnen in zwei Gruppen aufgeteilt in Angriff. Ab Bahn 12 sollte dann in umgekehrter Reihenfolge der Zwischenrangliste gemeinsam weitergespielt werden. Der Druck wurde so in der entscheidenden Phase zusätzlich erhöht. Titelverteidiger Bucher legte los wie die Romooser Feuerwehr: Auf den ersten 3 Bahnen gelangen Tobias nicht weniger als 3 Asse. 3 Schläge nach 3 Bahnen – wow, da lag doch Duss glatt schon mit 5 Schlägen im Hintertreffen. Doch mit Minu hatte Bucher in diesem Jahr einen direkten Gegenspieler, welcher sich durch nichts aus der Ruhe bringen liess – auch nicht von dieser beispiellosen Glückssträhne. Bis zur Bahn 9 hatte Minu seinen ursprünglich eingefangenen Rückstand wettgemacht. Doch mit Stalder, Peter, Duss und Krummenacher lagen weitere starke Konkurrenten auf der Lauer.
Ab Bahn 12 spielte man gemeinsam weiter. Einer spielte – 9 andere standen da und machten Faxen, schmunzelten heimlich, wenn der Ball am Loch vorbeizischte oder andere wurden plötzlich von einem Hustenanfall heimgesucht. Es gilt festzuhalten: Wenn du die Trophy gewinnen willst, brauchst du ein sehr dickes Fell – und Nerven aus Drahtseilen. Genau diese beiden Eigenschaften treffen natürlich voll und ganz auf Rekord-Champ Hartmann zu. Er stellte diese auch in diesem Jahr – nach ein paar Jahren einer Durststrecke – wieder eindrücklich unter Beweis.
Der Kaiser ist zurück auf seinem Thron
So ist die Geschichte denn auch schnell erzählt, wenn es um den Titel geht. Minu zeigte sich nervenstark, spielte beinahe fehlerfrei und trotzte allen Widrigkeiten. Sämtliche Gegner schafften es nicht, ihn aus der Reserve zu locken. Am Ende stand ein brillantes Resultat von 37 Schlägen zu Buche. Erst zum zweiten Mal in der Geschichte der Trophy (wie 2016) gewann der Sieger mit der bärenstarken 37 Schlägen. Im Kampf um Rang 2 lieferten sich gleich mehrere Jungs einen brandheissen Fight. Es zählte jeder Schlag und jede Unkonzentriertheit konnte die Medaille kosten. Auch Newcommer Krummenacher durfte bis zum Schluss bei der erstmaligen Teilnahme auf Edelmetall hoffen. Da tat sich Timo doch etwas schwerer. Er konzentrierte sich darauf, nicht mit der roten Laterne nachhause gehen zu müssen. Diesen Kampf sollte er dann doch für sich entscheiden: Wüthrich und Stirnimann nahmen beide einen Teil der roten Laterne mit nachhause.
Im Kampf um die Medaillen blieb es bis zur letzten Bahn äusserst spannend und schliesslich gewannen Bucher, Stalder und der überraschende Peter die Silbermedaille mit sackstarken 41 Schlägen. So blieb dem ebenfalls erstaunlich starken Duss mit guten 42 Schlägen lediglich Rang 5. Das Niveau war beeindruckend und die Jungs haben alles rausgehauen.
Einmal mehr war es ein gelungener, schöner, lustiger und einfach toller Abend. Danke allen die dabei waren – in der Hoffnung, dass das Teilnehmerfeld beim 17.Turnier 2026 weiter konstant hoch bleibt. Oder gibt es doch bald eine kleine Revolution in Sachen Minigolf Trophy? Man darf gespannt sein – Bucher und Hartmann schmieden auf jeden Fall ein paar Pläne.
In Liebe
Euer Minigolf-Guru










