Ein lachendes – und ein weinendes Auge

17. Februar 2026

5.Meisterschaftsrunde, Kleinfeld, 11. Januar 2026

Saison 2025/26 – Herren II UHC Wolhusen

3. Liga ¦ Gruppe 05

Ein lachendes – und ein weinendes Auge

Die fünfte Meisterschaftsrunde der Herren II führte die Jungs in die Sonnenstube der Schweiz – ins Tessin. In den letzten Jahren ist es zur Tradition geworden, dass die Herren II des UHCWs bereits am Samstag ins Tessin reisen und sich vor der Runde noch einen geselligen Abend mit feinsten italienischen Köstlichkeiten gönnen. Zahlreiche Herren reisten somit gutgelaunt und mit bester Stimmung in Ticino. Der Teamgeist konnte so ein weiteres Mal gefördert werden, dieser verhalf den Jungs dann allerdings nicht zu weiteren wichtigen Punkten.

UHC Wolhusen II – Concordia Giubiasco 06:10 (02:05)

Il Ticino è davvero bello.

Gemütlich reisten 9 Akteure somit bereits am Samstagnachmittag ins Tessin und erreichten das Ziel bestens gelaunt, obwohl sich die Sonnenstube nicht so sonnig präsentierte. In der wunderbaren Unterkunft «Dell Angelo» logierten die Herren und wollten sich so optimal für die bevorstehenden Duelle des Sonntags vorbereiten. In einer Pizzeria genoss man zahlreiche – auch nicht bestellte – Spezialitäten des Tessins und verbrachte einen gemütlichen Abend zusammen. Diesen liess man später in einer tollen Bar in Locarno ausklingen. Bereits gegen 23 Uhr bezogen allerdings die ersten Herren ihr Nachtquartier – man wollte schliesslich ausgeruht und in bester Verfassung antreten können. Ein paar wenige Jungs verlängerten den Aufenthalt in der Bar noch etwas. Man hatte dort eben noch den Bachelor mit 3 Rosen unter dem Arm entdeckt. Ihm sollte es allerdings nicht gelingen, diese dann auch die Frau zu bringen. So blieb er der einsame Rosenkavalier.

Katastrophaler Start

Man hatte aus Wolhuser Sicht also so ziemlich alles gemacht, um einen weiteren erfolgreichen Sonntag erleben zu dürfen. Da am Sonntag noch weitere Jungs dazustiessen (Tagwache in Willisau vor 5 Uhr morgens), konnte man auf 2 Torhüter und 9 Feldspieler zählen. Man war also gerüstet und voller Tatendrang. Nach einer kurzen Phase des Abtastens in den ersten Minuten, boten die Wolhuser einen Auftritt, der doch einige Rätsel aufgab. Mit 0:5 lagen die Wolhuser gegen Concordia Giubiasco nach 15 Minuten im Hintertreffen. Unerklärlich. Im Timeout appellierte Coach Hartmann an die Ehre und den Stolz der Jungs, was auch seine Wirkung nicht verfehlen sollte. Noch in der ersten Halbzeit gelang es Wolhusen endlich, den Tritt zu finden und im Spiel anzukommen: Lanz und Wyss trafen zum 2:5 Pausenstand.

«Es muess es bitzeli meh sii Jungs»

Auch in der Pausenansprache wurde Trainer Minu nochmals ziemlich deutlich: Das reicht so einfach nicht. Zu wenig konsequent, zu wenig Biss, zu wenig Entschlossenheit. Doch die Wolhuser Akteure hatten dies auch selbst gemerkt, dass mit dieser Leistung gegen Giubiasco nicht einmal ein Blumentopf, geschweige denn eine Rose zu gewinnen war. Etwas bissiger und konsequenter im Spiel nahm man die zweite Halbzeit in Angriff. Und siehe da: Plötzlich lief das Wolhuser Spiel und Giubiasco kam ins Grübeln. Nachdem Captain Wyss auf 3:5 verkürzte gelang den Tessinern aber im «Big Shift» (Einsätze direkt nach einem Drittel oder einem erzielten oder kassierten Tor) direkt im Anschluss das 6:3. Ein im Nachhinein sehr entscheidender Moment in dieser Partie.

Hypothek zu gross

Als sich der UHC Wolhusen mit einem Doppelschlag der zweiten Linie allerdings nochmals im Spiel anmeldete, wurde aus dem Strohfeuer doch noch einmal ein Flächenbrand und die Jungs vom Emmenknie witterten ihre Chance: Bammert und Waltisberg waren es, welche nochmals richtig Öl ins Feuer gossen. 5:6 nach 32 Minuten. Die Hypothek der ersten 15 Minute war praktisch wett gemacht. Doch auch in diesem sogenannten Big Shift nach dem 5.Wolhuser Treffer fehlte die nötige Entschlossenheit: Die Tessiner erhöhten auf 5:8 mit einem Doppelschlag. Der Mist war geführt, die Messe gelesen, das Fell abgezogen. Wolhusen schaffte es nicht mehr zu regieren und musste in der Schlussphase noch zwei weitere Gegentreffer hinnehmen. Resultatkosmetik lieferte einzig Lanz, welcher ein herrliches Zuspiel von Wyss zum 6:8 verwerten konnte – zu spät allerdings. Den Schlusspunkt setzte ein schwaches 4 gegen 3 Spiel der Wolhuser, wo man das zehnte Gegentor hinnehmen musste. 6:10 hiess am Ende das Verdikt. Ein ziemlicher Rückschlag für die ambitionierten Wolhuser. Die Herren kamen allesamt nie ganz an ihr Leistungsvermögen heran, kassierten viel zu einfache Gegentreffer und vor allem: Viel zu viele. Die defensive Stabilität war einmal mehr ungenügend, über weite Strecken nicht vorhanden. Da half auf Sandro Lustenberger nicht, welcher mit einer 5.Liga Lizenz ausgestattet, vom Herren 1 aushalf.

Matchtelegramm

Palestra Vacchini, Losone (TI)

UHC Wolhusen II – Concordia Giubiasco 06:10 (02:05)

Tore: 08. Giubiasco 0:1. 10. Giubiasco 0:2. 12. Giubiasco 0:3. 14. Giubiasco 0:4. 15. Giubiasco 0:5. 17. Lanz (Wyss) 1:5. 20. Wyss 2:5. 25. Wyss (Lanz) 3:5. 25. Giubiasco 3:6. 29. Bammert (Heller) 4:6. 32. Waltisberg A. (Heller) 5:6. 34. Giubiasco 5:7. 35. Giubiasco 5:8. 35. Lanz (Wyss) 6:8. 37. Giubiasco 6:9. 40. 4vs3 Wolhusen 6:10.

Strafen: 0mal 2 Minuten Strafen gegen Wolhusen. 0mal 2 Minuten gegen Concordia Giubiasco

Bemerkungen: Eine absolute Teamleistung und vor allem ein bestandener Charaktertest – trotz schwierigen Situationen innerhalb des Spiels. Gratulation Boys.

UHC Wolhusen II – Richenthal Cannibals 04:08 (02:03)

Revanchegelüste

Zum Saisonauftakt trafen die Wolhuser Herren auf den Aufsteiger, die Richenthal Cannibals. Diese hatten in der vergangenen Saison in der 4.Liga alle Spiele gewonnen und sie scheinen auch in der 3.Liga, gespickt mit ihren Top-Stars mit NLA-Vergangenheit, das Mass aller Dinge zu sein. Richenthal lag nach 4 Meisterschaftsrunden an der Tabellenspitze. So war es für den UHCW eine knifflige Aufgabe, den Leader zum Stolpern zu bringen. Gerne erinnerte Coach Hartmann seine Jungs allerdings an das erste Saisonduell, welches die Wolhuser mit einer starken Leistung absolvierten. Man führte bis wenige Minuten vor Ende, verlor am Schluss allerdings denkbar knapp und etwas unverdient. So kamen doch auch gewisse Rachegelüste auf im Wissen, dass auch gegen die bärenstarken Kannibalen etwas möglich ist.

Starke 1.Halbzeit

Den Wolhusern gelang ein Start nach Mass: Nach frühen Treffern von Wyss und Waltisberg lag der UHCW nach 10 Minuten verdient mit 2:0 in Führung. Doch der Leader reagierte postwendend. In der zehnten Minute glichen die Richenthaler aus, ehe sie eine Minute später eine Strafe gegen von Gunten bereits nach wenigen Sekunden zum 2:2 ausnützen konnten. Nun riss der Faden bei den Wolhusern etwas und man kam etwas ins Schwimmen. Einige starke Paraden von Stirnimann sowie zwei Pfostenschüsse verhinderten den erstmaligen Rückstand des UHCWs. Richenthal erzielte in der 16.Minute das erstmalige Führungstor ehe von Gunten nur den Pfosten traf. Es sollten viele weitere Top Chancen dazu kommen beim Wolhusen und das eine oder andere Mal half auch das Torgehäuse mit. Am Ende zählten die Wolhuser unglaubliche 4 Pfosten-Lattenschüsse – der Unihockeygott trug an diesem Tag definitiv kein Wolhuser Dress. Auch der gegnerische Torhüter anerkannte am Ende der Partie den Fakt, dass das Wettkampfglück doch klar auf Seiten der Richenthaler war. Trotz allem zeigten die Wolhuser eine starke erste Halbzeit, auf welcher man aufbauen konnte.

Umkämpft

Fest entschlossen den Leader jetzt auch in der zweiten Halbzeit noch einmal zu fordern, starteten die Wolhuser in die zweite Halbzeit. Wyss war es dann bereits in der 21.Minute, welcher den wichtigen Ausgleich erzielen konnte. Richenthal wankte. Das Spiel lag nun auf Messers Schneide doch zwischen der 24. und 33.Minute schafften die Cannibals mit 3 Treffern die Differenz, welche am Ende für den Sieg reichen sollte. Mit einem Buebetrickli und zwei äusserst platzierten Abschlüssen gelang Richenthal die 3-Tore-Führung. Für Stirnimann übernahm ab der 33.Minute noch einmal Lustenberger im Kasten des UHCWs, um einfach noch einmal alles zu probieren. Stirnimann wird das Spiel für immer in seinem Gedächtnis und Herzen behalten – über seinem Bett hängt seit diesem Tag der Schriftzug: «Big Save – (danke Tessiner Schiri)». Ja, richtig gehört, sogar der Tessiner Unparteiische lobte den Wolhuser Keeper und zauberte diesem ein Dauer-Grinsen ins Gesicht.

Alles versucht – kein Punktezuwachs

On der Schlussphase versuchte der UHCW noch einmal alles, auch mit dem 4 gegen 3 Spiel. Dieses startete fulminant und Bammert traf mit einer Direktabnahme zum 4:6. Ein bisschen Hoffnung keimte noch einmal auf. Doch der zweite 4 gegen 3 Versuch scheiterte und Richenthal traf ins leere Tor zum 4:7. Den Schlusspunkt setzten die Richenthaler mit einem Powerplaytreffer, während Lanz auf der Strafbank sass. Am Ende verlor Wolhusen die Partie mit 4:8, konnte sich allerdings im Vergleich zum ersten Aufritt klar steigern. Es gab keinen Punktezuwachs und der Blick in der Tabelle muss wieder nach hinten gerichtet sein.

Trotz allem – immer was besonderes

Auch wenn die Wolhuser ohne Punkte die Heimreise antreten mussten, sind diese Reisen ins Tessin doch immer ein Erlebnis. Der gemütliche Abend bei feinem Essen und gutem Wein (gell Andri und Matthias) – obwohl sich einzelne eine andere Lokalität gewünscht hätten – die An- und Rückreise als solches und einfach die gemeinsame Zeit waren schön und zeigten einmal mehr, was für eine tolle Gemeinschaft, Mannschaft – was für ein cooles Team das Herren 2 des UHC Wolhusens ist. Der Fokus fehlte dann allerdings beim einen der Beifahrer auf der Rückreise etwas und so raste das eine Fahrzeug an der geplanten Futterkrippe vorbei. Nach einem kurzen Umweg über Bellinzonas Innenstadt, schafften es dann doch alle noch zur Stärkung.

Matchtelegramm

Palestra Vacchini, Losone (TI)

UHC Wolhusen II – Richenthal Cannibals 04:08 (02:03)

Tore: 03. Wyss 1:0. 08. Waltisberg A. 2:0. 10. Richenthal 2:1. 12. PP Richenthal 2:2. 16. Richenthal 2:3. 21. Wyss (von Gunten) 3:3. 24. Richenthal 3:4. 29. Richenthal 3:5. 33. Richenthal 3:6. 38. 4vs3 Bammert (Wyss) 4:6.39. 4vs3 Wolhusen 4:7. 40. PP Richenthal 4:8.

Strafen: 2mal 2 min. Strafen gegen Wolhusen. 0mal 2min. gegen Richenthal Cannibals

Bemerkungen: Eine herausfordernde Partie gegen das Heimteam aus Buochs. Die frenetischen Fans wurden aber ziemlich früh ruhiggestellt – toll gemacht Jungs.

Für Wolhusen spielten:

Matthias Stirnimann (T) (6 GT/30`), Sandro Lustenberger (T) (9 GT/50`).

Luca Wyss (C) ( 4 / 3 / 0 / -1 / +0), Yannik von Gunten (A) (0 / 1 / 2 / -1 / +0), Ändu Lanz (2 / 1 / 2 / -1 / +0); Lian Heller (0 / 2 / 0 / -2 / +0), Andri Waltisberg (2 / 0 / 0 / -2 / +0), Daniel Bammert (2 / 0 / 0 / -3 / +0); Benjamin Spycher (0 / 0 / 0 / -1 / -2); Cyrill Stalder (0 / 0 / 0 / -1 / -2), Levin Portmann (0 / 0 / 0 / -1 / -2).

Coach: Armin Hartmann

Abwesend: Flurin Waltisberg, Pirmin Meyer, Fabian Lustenberger, Tobias Ettlin

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