7.Meisterschaftsrunde, Kleinfeld, 08. März 2026
Saison 2025/26 – Herren II UHC Wolhusen
3. Liga ¦ Gruppe 05
Zuhause ists doch am schönsten – Heimrunde im Berghof
Die Herren II des UHC Wolhusens fieberten besonders der 7.Meisterschaftsrunde in dieser Saison entgegen. Endlich stand wieder einmal eine Heimrunde auf dem Programm. Es war die erste Runde vor Heimkulisse für das Herren II seit dem 17.Dezember 2023. Der Spielplangestalter meinte es gut, denn die Wolhuser durften das seit Jahren hochbrisante Derby gegen Sursee zuhause bestreiten. Dieses Hochrisiko-Spiel durfte man auf keinen Fall verpassen. Und wer dieses Gipfeltreffen nun doch verpasste, ist ganz selber schuld.
UHC Wolhusen II – UHC JW Sursee III 10:05 (03:03)
Top-besetztes Sursee im Sempachersee versenkt – nächster Derbysieg
Das lange Warten hatte nun also ein Ende und die Wolhuser Herren II Akteure durften nach etwas mehr als 2 Jahren wieder einmal zuhause im Berghof zu einer Heimrunde antreten. Und dies erst noch gegen den UHC JW Sursee, den langjährigen Erzrivalen.
Sursee, da war doch was, oder? Genau. Den Herren II gelang in dieser Saison der erste Sieg gegen Sursees III in der Geschichte. Nach vielen, unsäglichen, bitteren Niederlagen in den letzten Jahren war es dann in dieser Saison endlich soweit und Wolhusen bezwang Sursee am 19.Oktober 2025 in Oberarth mit 8:6. Sursees Goalie-Legende, Dichter und Denker Wicki setzte sich im Anschluss darauf ziemlich ins Zeug, dass für Headcoach Hartmann nach diesem historischen Erfolg eine entsprechende Statue vor der Berghof Turnhalle errichtet werden sollte. Pläne dafür existierten bereits. Doch der Gemeinderat legte sein Veto und bestand im Minimum auf einen weiteren Erfolg gegen die Surentaler.
Trikot unterm Hallendach
Die Bewilligung für die Statue fehlte also noch. Dies hielt sbesth2wosjehetsgits allerdings nicht davon ab, die Nummer 79 an diesem Sonntag im März im Berghof unters Hallendach zu ziehen – und dies, ohne dass der Coach dies bemerkt hätte. Eine wunderbare Geste Jungs, eine herzerwärmende, tolle Geste, die vom Trainer sehr geschätzt wurde. Ein herzliches Dankeschön für diese witzige und schöne Randgeschichte.
Umkämpfte erste Halbzeit
Die Wolhuser Herren fieberten dem Spiel gegen Sursee entgegen – mussten allerdings feststellen, dass Sursee alles in die Waagschale warf, um dieses für sie wohl wichtigste Spiel der Saison zu gewinnen. Da tauchte in den Reihen Sursees plötzlich auch Lukas Minder auf, welcher extra sein Radballspiel verschob, um auch dabei sein zu können. Und dann aktivierte man gar für dieses Schlagerspiel von Fabian Setz, welcher in der Saison 2016/17 gar 5 Partien in der Nationalliga B für Unihockey Mittelland absolvierte und später auch einige Spiele für Sursees 1.Mannschaft in der 2.Liga. Ein weiterer Top-Shot neben den bereits bekannten Goalgettern Etterlin, Feucht und Minder. Setz lief gar erstmals in dieser Saison für Sursee auf, was schon auch ein klares Zeichen dafür war, dass Sursee auf keinen Fall eine zweite Pleite in dieser Saison gegen den Erzrivalen einstecken wollte.
Sursee startete dann vor einer eindrücklichen Zuschauerkulisse besser ins Spiel. Eine gewisse Nervosität war bei Wolhusen doch auszumachen. Mit einem Freistosstor sowie einem Powerplaytreffer nach einer frühen Strafe gegen von Gunten führte Sursee nach 4 Minuten bereits mit 2:0. Doch Wolhusen hat in diesen drei Jahren in der 3.Liga einiges dazu gelernt und so lassen sich die Jungs vom Emmenknie mittlerweile von nichts mehr aus der Ruhe bringen – auch nicht von frühen Rückständen. Der UHC Wolhusen übernahm fortan das Spieldiktat und die Spielfreude, die Laufbereitschaft und die Leidenschaft waren eindrücklich. Dank einem Doppelschlag von André Lanz glich Wolhusen bis zur 11.Spielminute aus. Die Wolhuser powerten allerdings weiter und sie konnten sich auf einen Lustenberger in Hochform im Tor verlassen. Trotzdem ging Sursee neuerlich in Führung, ehe Lanz beinahe seinen Hattrick schnürte – er trag allerdings nur die Latte. Wenige Sekunden später war es dann Captain Wyss, der nach einer weiteren Traumkombination zum 3:3 einnetzte. Eine spannende, intensive und unterhaltsame 1.Halbzeit endete mit 3:3. Headcoach Hartmann zeigte sich äusserst zufrieden mit den ersten 20 Minuten und entschied als erstes, dass Lustenberger im Tor blieb, obwohl an diesem Sonntag erstmals in der Geschichte den Herren II gleich 3 Torhüter in einem Meisterschaftsspiel zur Verfügung standen. Den Jungs gab er mit auf den Weg, einfach genau so weiterzufahren, wie in der ersten Halbzeit. «Wir sind die bessere Mannschaft. Wir haben zahlreiche Chancen. Wir sind läuferisch besser und wir haben einen heissen Torhüter. Also spricht nichts dagegen, dass wir uns auch den zweiten Derbysieg in dieser Saison holen.» Voller Entschlossenheit starteten die Wolhuser in die 2.Halbzeit.
Dominante, eindrückliche, bärenstarke 2.Halbzeit
Was die Herren II des UHC Wolhusens nun abrissen, war schlicht und einfach eindrücklich, bärenstark und unglaublich effizient. Wolhusen lieferte Spektakel, riss die Zuschauer immer wieder von den Sitzen. Etwas vom Besten, was Wolhusen in der 3.Liga je gezeigt hatte. Spielwitz pur, Leidenschaft ohne Ende – Wolhusen liess das Herz auf dem Platz – und wurde schliesslich dafür belohnt.
Sursees Strafe in der 24.Minute war der Dosenöffner. Flurin Waltisberg haute den Ball nach einer tollen Passstafette im Powerplay in die Maschen. Wolhusen ging erstmals in Führung. Wolhusen liess nicht nach, dominierte das Spiel phasenweise. Es gelang dem UHCW vorzüglich, die Top-Shots Sursees aus dem Spiel zu nehmen. Vor allem Setz und Etterlin wurden regelrecht demoralisiert und zur Verzweiflung getrieben, da die Wolhuser unglaublich viele Schüsse blockieren konnten und alles reinwarfen. Mit einem Doppelschlag dank Treffern von Spycher und von Gunten, erhöhte Wolhusen auf 6:3.
Sursee reagierte noch einmal und verkürzte auf 4:6, doch der UHCW liess nichts mehr anbrennen. Zwei Treffer von Topscorer Wyss sorgten für die Vorentscheidung. 8:4 für den UHW – die Halle brannte, die Fans auf der Tribüne flippten aus. Sursee versuchte es ohne Torhüter – ohne Erfolg. Lanz netzte zum 9:4 ein, ehe den Surentalern doch noch ein Treffer bei 4 gegen 3 gelang, bevor von Gunten neuerlich mit einem Abschluss ins leere Tor den Deckel drauf machte.
Sursee-Fluch definitiv besiegt
Zwei Siege gegen den UHC JW Sursee in dieser Saison – zwei brisante Derbys verdient gewonnen. Leidenschaft, Zweikampf- und Laufbereitschaft, taktische Cleverness und höchste Solidarität zeichneten die Siege aus. Wolhusen hat den Sursee-Fluch besiegt und die Herren II sind nun drauf und dran, erstmals in der Geschichte, am Ende einer Saison vor den Surentalern zu stehen.
Danke an alle frenetischen Fans, welche ein wichtiger Faktor in dieser heissen Partie waren. Danke für euren grossartigen Support.
Matchtelegramm
Turnhalle Berghof, Wolhusen (LU)
UHC Wolhusen II – UHC JW Sursee III 10:05 (03:03)
Tore: 02. Sursee 0:1. 04. PP Sursee 0:2. 08. Lanz (Wyss) 1:2. 11. Lanz (Wyss) 2:2. 15. Sursee 2:3. 18. Lattenschuss Lanz. 18.Wyss (von Gunten) 3:3. 25. PP F.Waltisberg (Wyss, von Gunten) 4:3. 26. Spycher 5:3. 27. von Gunten (Wyss) 6:3. 29. Sursee 6:4. 30. Wyss 7:4. 33. Wyss (von Gunten) 8:4. 36. EN Lanz 9:4. 39. 4vs3 Sursee 9:5. 40. EN von Gunten 10:5.
Strafen: 1mal 2 Minuten Strafen gegen Wolhusen. 1mal 2 Minuten gegen UHC JW Sursee III
Bemerkungen: Sursee in einer Saison 2mal bezwungen – und dies nach einer Gala-Vorstellung und gegen das bestbesetzte Sursee III aller Zeiten.
UHC Wolhusen II – Yetis Hildisrieden 02:08 (02:05)
Derby-Time zum Zweiten
Auch im zweiten Spiel des Tages durften die Wolhuser Jungs in einem Derby antreten. Mit den Yetis Hildisrieden wartete der 2.Liga Absteiger auf den UHCW. Im ersten Saisonduell bezwangen die Wolhuser die Yetis nach einer eindrücklichen Leistung mit 4:3. Gute Vorzeichen also für das zweite Aufeinandertreffen. Zudem ging es um die Vormachtstellung im Kanton Luzern. Bei einem Wolhuser Sieg wäre man zur die Nummer 1 im Kanton in dieser 3.Liga Gruppe aufgestiegen. Sollten den Wolhusern wie vor etwas mehr als 2 Jahren zwei Heimsiege gelingen? Unvergessen, die beiden Heimerfolge im Dezember 2023, als man spektakulär die Vipers Innerschwyz bezwang und später, trotz einer roten Karte, auch Concordia Giubiasco. Wunderbare, unvergessliche Erinnerungen.
Die Luft war draussen
Mit Ettlin startete man mit einem frischen Torhüter in die Partie. Die Geschichte dieses zweiten Derbys ist allerdings relativ schnell erzählt. Das kräftezehrende, emotionale Derby gegen Sursee hatte die Wolhuser zu viel Energie gekostet. Anders ist die dann doch sehr dürftige Leistung gegen die Yetis nicht zu erklären. Die Partie gegen den Erzrivalen aus Sursee war aus emotionaler Sicht, aber auch rein körperlich eine äusserst intensive Sache und der Tank bei den Wolhusern zu leer im Duell mit Hildisrieden. Kein Zugriff aufs Spiel, kaum Ballbesitzphasen, keine Aktionen, die die Yetis hätten in Verlegenheit bringen können. Kurz und knapp: Man war schlicht chancenlos und liess das Spiel einfach so über sich ergehen. Man wollte zwar unbedingt, konnte aber nicht. Und die cleveren, erfahrenen Yetis machten, was sie machen mussten und liessen nie etwas anbrennen.
Einzig in der Startphase lief es für den UHCW. Nach einem frühen Pfostenschuss der Yetis waren es Lanz und Heller, welche mit den ersten Wolhuser Chancen gleich zweimal einnetzten. Ein schmeichelhaftes 2:0 für Wolhusen nach 8 Minuten. Doch die Yetis nahmen je länger die Partie dauerte, immer mehr das Spieldiktat in die Hand. 3 Treffer innert gut 2 Minuten brachten Hildisrieden in Führung. In der Schlussphase der ersten Halbzeit kamen nach zwei Nachlässigkeiten in der Defensive zwei weitere Gegentreffer hinzu. 2:5 nach 20 Minuten. Eine schwache Halbzeit – saft-und kraftlos.
Kein Tor in der 2.Halbzeit
In der zweiten Halbzeit schafften es die Wolhuser immerhin, den Schaden in Grenzen zu halten. Es kamen allerdings ein Gegentor in Unterzahl sowie eines beim Versuch eines 4 gegen 3 hinzu sowie ein einziges bei nummerischem Gleichstand. Stirnimann glänzte kurz vor Ende noch, indem er einen Penalty parierte. Doch das Verdikt blieb eindeutig: Wolhusen kassierte eine glasklare, verdiente 2:8 Klatsche.
Was bleibt?
Es bleibt die Erkenntnis, dass man in dieser Saison Sursee zweimal verdient bezwingen konnte. Es bleibt, dass man die wohl beste Saisonleistung am heutigen Tag gegen Sursee im wichtigsten Derby der Saison, zuhause, hinkriegte. Eindrücklich. Es bleiben viele wunderbare Emotionen direkt nach dem verdienten Sieg auf dem Platz aber auch in der Garderobe. Und es bleibt, dass der UHC JW Sursee sehr respektvoll mit der Niederlage umging, den Wolhusern Respekt zollte. Stellvertretend dazu die anerkennenden Worte von Etterlin an Captain Wyss beim Handshake. Wir hoffen natürlich auf weitere tolle Derbys gegen den UHC JW Sursee, im Wissen, dass es durchaus auch das letzte dieser einzigartigen Derbys gewesen sein könnte. Auf jeden Fall: Wir haben diese Rivalität immer sehr genossen, es hat oft für viel Gesprächsstoff und noch mehr Emotionen gesorgt und es war definitiv immer ein Erlebnis gegen euch anzutreten. Sollte es zu keinen weiteren Derbys kommen, würden wir diese definitiv sehr vermissen.
Matchtelegramm
Turnhalle Berghof, Wolhusen (LU)
UHC Wolhusen II – Yetis Hildisrieden 02:08 (02:05)
Tore: 06. Lanz (Wyss) 1:0. 08. Heller (Wyss) 2:0. 09. Hildisrieden 1:2. 09. Hildisrieden 2:2. 10. Hildisrieden 2:3. 19. Hildisrieden 2:4. 20. Hildisrieden 2:5. 25. Hildisrieden 2:6. 30. PP Hildisrieden 2:7. 33. 4vs3 Wolhusen 2:8. 40. Stirnimann hält Penalty.
Strafen: 1mal 2 min. Strafen gegen Wolhusen. 0mal 2min. gegen Yetis Hildisrieden
Bemerkungen: Aus die Maus – kein Zugriff, keine Energie, keine Kontrolle. Das war nix.
Für Wolhusen spielten:
Fabian Lustenberger (T) (05 GT/40`), Matthias Stirnimann (T) (03 GT/20`), Tobias Ettlin (T) (05 GT/20`); Luca Wyss (C) (3 Tore / 6 Assists / 0 Strafminuten / +5 / -3), Yannik von Gunten (A) (2 / 3 / 2 / +6 / -1), Ändu Lanz (4 / 0 / 0 / +7 / -3); Flurin Waltisberg (1 / 0 / 0 / +0 / -2), Daniel Bammert (0 / 0 / 2 / +0 / -3), Benjamin Spycher (1 / 0 / 0 / +0 / -1), Lian Heller (1 / 0 / 0 / -2 / -1), Levin Portmann (0 / 0 / 0 / -1 / -2).
Coach: Armin Hartmann
Abwesend: Andri Waltisberg (verletzt), Pirmin Meyer (verletzt), Cyrill Stalder (krank).









